Das Historische Schützenhaus Xanten wurde von der Schützengesellschaft Xanten errichtet und 1867 fertig gestellt. Im historischen Schützenhaus Xanten werden alle Xantener Schützenfeste sowie größeren Feiern oder sonstigen Anlässe veranstaltet.

 

 

Seit 2000 ist das Historische Schützenhaus Xanten unter der Leitung des Hotels Neumaier.

Nähere Informationen unter den folgenden Links:

www.hotelneumaier.de/schuetz/

www.schuetzenhaus-xanten.de/

Aktuelle Fotos vom historischen Schützenhaus Xanten:

 

Unser Schützenhaus

Bei Gründung der Schützengesellschaft im Jahre 1831 fanden die Schießübungen zunächst auf der Wiese des Landwirts Peters auf dem Fürstenberg unter freiem Himmel statt. Durch das Fehlen jeglicher Unterkunft wurde jedoch das Vereinsleben stark behindert. Bei allen Übungen und Veranstaltungen war man völlig den Unbilden der Witterung ausgesetzt. Das veranlasste den Vorstand, schon bald nach Abhilfe durch die Beschaffung eines eigenen Übungsplatzes mit Unterkunft Ausschau zu halten.

Diese Bemühungen, von denen in alten Protokollbüchern mehrfach berichtet wird, führten im Jahre 1856 mit dem Kauf eines rund 1 Hektar großen Grundstücks auf dem Fürstenberg durch die Schützengesellschaft zum ersten Erfolg. Die spätere Anschaffung und Aufstellung eines Zeltes brachte den Schützen ein Dach über dem Kopf und darüber hinaus die Möglichkeit, durch Ausgabe von Getränken und Speisen auch für das leibliche Wohl zu sorgen. Das geschah zunächst durch den Landwirt Peters. Später übernahm der Gastwirt Theodor Remy von der Gaststätte "Schöne Aussicht" den Ausschank im Schützenzelt.

Nach Fertigstellung des Schießstandes und des Zeltes legten die Schützen zur Förderung der Geselligkeit noch eine Kegelbahn an. Sie blieb zunächst unbedacht und bestand aus drei großen Steinplatten aus "Belgischem Basalt" mit Anlaufplanken und Kegeln aus Hartholz. Der Kugelrücklauf verlief entlang der Hecke zwischen dem Schützengrundstück und der Weide Langweg. Vorerst erhielten die Kegler eine kleine Überdachung, erst 1861 wurde die ganze Bahn mit einem Längsdach versehen. Durch Kriegsfolgen wurde die Kegelbahn im zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt und später ganz abgebrochen. Die Basaltplatten konnten bei einem Steinmetz günstig wieder zu Geld gemacht werden.

Viel Liebe und Mühe verwandten die Schützen auch auf die Pflege der vorhandenen parkähnlichen Anlage. Nicht nur die schönen Beete - zum Teil mit herrlichen Rosenstöcken besetzt - wurden sorgsam gepflegt, auf einen ausgesuchten Baumbestand legten sie ebenso großen Wert. Es war immer ein festliches Ereignis, wenn beim Krönungsball die große Polonaise durch den illuminierten Park zog. Leider wurde auch diese schöne Anlage im letzten Kriege durch Bomben- und Granatsplitter derart zerstört, dass fast alle großen Bäume gefällt werden mussten.

Einen schmerzlichen Verlust brachte den Schützen im Jahre 1860 ein Brand, dem die gesamte Zeltanlage zum Opfer fiel. Die Schützengesellschaft ließ sich jedoch durch dieses Missgeschick nicht entmutigen. Kurze Zeit später ging sie bereits daran, sich durch den Bau eines massiven Hauses auf dem Fürstenberg eine feste Bleibe zu schaffen. Das Gebäude, das 1867 fertig gestellt und im September desselben Jahres mit einem Ball eröffnet wurde, umfasste eine Gaststätte mit Wohnung für den Ökonom, einen Saal in Holzkonstruktion sowie massive Seitenwände aus Stein. Die Kosten wurden durch Ausgabe von 350 Aktien zu je 10 Talern bei einer Verzinsung zu 5% aufgebracht. Jedes neu eintretende Mitglied war verpflichtet, zwei Aktien zu übernehmen.
Ferner wurden die Mitgliedsbeiträge verdoppelt sowie mit den Überschüssen der "Weinkasse" Tische, Bänke und Stühle beschafft. Im Protokollbuch ist vermerkt, dass zunächst Kerzen für die Beleuchtung verwendet wurden, die dann 1879 durch Petroleumlampen abgelöst wurden. Damit war die Schützengesellschaft zum Eigentümer des "Schützenhauses" geworden, das auch heute in Xanten und weit über die Stadtgrenzen hinaus den besten Ruf genießt. Für die Bewirtschaftung des Schützenhauses wurden von Anfang an Ökonomen verpflichtet, die zum Teil selbständig, aber auch teilweise weisungsgebunden durch die Schützengesellschaft tätig waren.

Verantwortlicher Partner zwischen Vorstand und Pächter ist nach den Satzungen der jeweilige Rendant gewesen. Mit der wachsenden Arbeit, den Planungen und Ausführungen am Haus erfolgte ab 1975 die Übertragung dieser Tätigkeit auf den 3. Direktor in Gemeinschaft mit dem Rendanten.

Bis zum Jahre 1945 waren Ökonomen u.a.: Josef Tebarth, Jakob Frohnhoff, Carl Franken und Willy Wissing. Mit der Wiederinstandsetzung nach dem Weltkrieg ab 1947: Heinrich Roters, Gerd Tripp, H. Theilenberg, Josef Hogenkamp und H. Coenen. Ab 1961 erfolgte auf völlig neuer Grundlage die Verpachtung an die Eheleute Richard und Kathi van den Berg.

Das Schützenhaus ist in den vielen Jahren des Bestehens mehrfach für andere Zwecke in Anspruch genommen worden und dies nicht immer freiwillig. So diente es im Jahre 1870 als Lazarett. In der Zeit ab 1939 waren zeitweilig der Reichsarbeitsdienst, Teile der Wehrmacht und die Folkwangschule Essen im Schützenhaussaal einquartiert. Nach 1945 befand sich im Saal ein Fuhrpark; denn Pferde und Wagen wurden untergestellt, mit denen ein Fuhrunternehmer die zerstörte Bahnstrecke Xanten-Menzelen für Personen- und Frachtgut bediente.

Durch die Bewohnbarkeit von noch einigen Zimmern wurden mehrere Familien eingewiesen. Nach Freigabe des Hauses durch diese Nutzungen konnte die Schützengesellschaft daran gehen, durch Instandsetzungen das Schützenhaus dem ursprünglichen Zweck wieder zuzuführen.

Die Schützengesellschaft hatte sich dem Ökonom des Schützenhauses gegenüber vorbehalten, den Bedarf an Wein und anderen Getränken für ihre Veranstaltungen und Feste durch ihren Vorstand selbst einzukaufen. Der Ökonom erhielt für die Lagerung und den Ausschank ein "Korkengeld". Die für den Einkauf verantwortliche "Wein-Kommission" soll, wie der Chronik zu entnehmen ist, aus sehr kundigen, aber auch sehr trinkfesten Schützen bestanden haben. Sie nahmen es mit ihrer Aufgabe sehr genau. So mussten meist mehrere "Probier-Abende" herhalten, um sich für die Jahresbestellung schlüssig werden zu können.

Die Instandsetzung und Erhaltung des Schützenhauses stellte die Schützengesellschaft immer wieder vor recht schwierige Probleme. Die so sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in den wechselvollen und zum Teil wirren Jahren wirkten sich naturgemäß in der Ertragslage sehr unterschiedlich und unvorhersehbar aus. Dagegen blieben die finanziellen Aufwendungen fast immer gleich hoch. Außergewöhnliche Aufwendungen konnten meist nur durch finanzielle Opfer oder kostenlose Arbeitsstunden der Mitglieder erbracht werden, damit das Haus erhalten und verbessert werden konnte.

Bei dem völligen Zusammenbruch und dem Chaos am Ende des zweiten Weltkrieges waren die Probleme fast unlösbar. Die Heimatstadt Xanten war durch Bombenangriffe und Granatfeuer in ein trostloses Trümmerfeld verwandelt. Auch das Schützenhaus war in erheblichem Umfange in Mitleidenschaft gezogen. Nur nach und nach fanden sich die Mitglieder der Schützengesellschaft aus Kriegsgefangenschaft und Evakuierung wieder ein. Fast jeder von ihnen stand nach dem Zusammenbruch vor der Aufgabe, das eigene Heim und auch die Existenz wieder aufzubauen. Daneben galt es, durch freiwilligen Arbeitseinsatz für die Stadt Xanten, wie Trümmerbeseitigung und vieles andere, die Voraussetzungen zu schaffen, damit überhaupt wieder Leben in der Stadt pulsieren konnte. Da mussten die Wiederaufbau- und Reparaturarbeiten am Schützenhaus zunächst noch einige Zeit zurücktreten.

Für den Wiederbeginn der Schützengesellschaft dürfte die erste Nachkriegsversammlung am 17.4.1947 in dem damals noch zum Teil zerstörten Hotel van Bebber gelten. Zunächst wurden in der Versammlung die von den Nazis außer Kraft gesetzten Vereinsstatuten - alle Schützenvereine mussten im Dritten Reich die Satzungen des NS-Schützenbundes übernehmen - wieder als gültig erklärt, wonach anschließend ein Vorstand gewählt wurde. Rückblickend sei an dieser Stelle allen Schützen, die nach dem totalen Zusammenbruch als "Männer der ersten Stunde" durch ihren persönlichen Einsatz und ihre große Opferbereitschaft zum Wiederaufbau des Schützenhauses beigetragen haben, ein herzliches "Danke" gesagt. Ohne sie gäbe es heute weder eine Schützengesellschaft noch das traditionelle "Schützenhaus" in Xanten.

Aber auch in den folgenden Jahren stellte das Schützenhaus weiterhin enorme Anforderungen an die jeweiligen Vorstände und die gesamte Schützengesellschaft. Die Beseitigung der restlichen Kriegsfolgeschäden und die Anpassung des Schützenhauses an die heute erforderlichen gastronomischen Einrichtungen für eine rentable Bewirtschaftung machten Investitionen notwendig, die nicht mehr nur durch Eigenleistungen aufgebracht werden konnten. Sie machten den Einsatz von Fremdmitteln notwendig. Von großer Bedeutung für einen modernen Restaurationsbetrieb war in den Jahren 1951/52 der Anbau eines Gesellschaftszimmers für rund 80 Personen mit den dazugehörigen Versorgungsräumen im Kellergeschoss, Toiletten, Waschräume und Heizungsanlage.

Der notwendige Wechsel von jeweiligen Ökonomen stellte den Vorstand oft vor sehr schwierige Situationen. Auch die Jahresabrechnungen des Rendanten zeigten Probleme auf, die einer generellen Lösung in der Hausverwaltung bedurften. Der 1960 amtierende Vorstand unter Vorsitz von Dr. de Fries, Geschäftsführer W. Ullenboom und Rendant E. Ackermann beauftragte einen aus der Mitgliederversammlung gewählten Wirtschaftsausschuss, dem der Vorsitzende, der Rendant, Alfred Schmelzer sen., Franz Obladen sen. und Christian Elm angehörten, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

In der Generalversammlung vom 11.5.1960 erfolgten Vorlage und Besprechung dieses Berichtes, dessen Hauptinhalt eine neue Verpachtungsform ohne jede wirtschaftliche Mitarbeit im Gastronomiebereich durch die Schützengesellschaft bildete. Die Annahme des Berichtes und der Vorschläge durch die G. V. setzte den Vorstand in die Lage, wirtschaftlichere Arbeitsweisen in die Wege zu leiten. Für die Durchführung der künftigen Arbeiten im Vorstand erfolgte eine Regelung, dass zwei Vorstandsmitglieder, der Rendant und ein Direktor, sich dieser Aufgabe besonders widmeten. Es waren s. Zt. Direktor Eugen Ackermann sen. und Rendant Christian Elm.

Mit der Verpachtung des Schützenhauses ab 16.1.1962 an die Eheleute Richard und Kathi van den Berg wurde der G.V.-Beschluss von Mai 1960 verwirklicht. Das Schützenhaus erfuhr im Laufe der folgenden Jahre wesentliche Ausbauten, und zwar 1967 Anbau eines Gesellschaftszimmers für ca. 20 bis 30 Personen, (sog. Sekt-Bar). 1972 Ausbau des Kleinkaliber-Schießstandes und Erweiterung um einen Luftgewehr-Stand, 1975 Total-Renovierung des Schützen-Saales mit bis Wand- und Deckenverkleidung, 1977 Anbau eines Traktes für die Unterbringung der Küche mit den entsprechenden Versorgungsanlagen und Unterkellerung. Anschluss des Hauses an die öffentliche Kanalisierung, 1980 An- und Ausbau des Restaurationsraumes, 2003 Renovierungsarbeiten am Hauptdach, den Nebendächern (ausgenommen Sektbar) und den Saalfenstern Obergaden.

 

Renovierungsmaßnahmen 1981-2007

1981 Umfassende Renovierung des Vorderhauses.

Das alte Mauerwerk wurde trockengelegt und gesandstrahlt. Danach wurde der Verputz mit Dyckerhoff-Feinputz durch die Fa. van Bebber, Bauunternehmung vorgenommen. Neue Fenster und Türen wurden durch den Schreinermeister Willi Furth und das Dach durch den Dachdecker Theo Möllemann erneuert.

1984 Neue Saallampen

Nach den Entwürfen unseres Hausarchitekten Michael Ackermann fertigte Josef Theunissen neue Saalampen. Unter Leitung des Fahnenoffiziers Gerd Nissing und den Mitarbeitern Klaus de Fries, Hans de Fries, Dr. Eugen Ackermann und Adrian Thyssen erfolgte die Installation.

Parkanlagen neu aufgeforstet

Nach zeitaufwendigen Verhandlungen konnten wir mit Unterstützung der Stadtverwaltung eine ABM-Maßnahme beim Arbeitsamt Wesel durchdrücken. Der geldwerte Vorteil für unsere Gesellschaft durch Einsatz von 5 Gartenbauhelfern belief sich auf ca. 40.000,-- DM. Dadurch wurde es möglich, dass unsere Grünanlagen durchforstet und die Parkanlagen erneuert werden konnten. Von den Brauereien, König und Diebels, erhielten wir 8 neue Außenleuchten. Die Feststellung ist sicherlich nicht übertrieben, dass durch die ABM-Maßnahme Aufgaben in Angriff genommen wurden, die sonst in diesem Jahrzehnt aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen wären. Es soll aber auch erwähnt werden, dass hierdurch viele Beteiligte zeitlich stark strapaziert wurden. Das gilt in besonderem Maß für die Leistung durch Michael Ackermann und unseres Rendanten Jakob Schraven, sowie dem Gesamtvorstand, der Batl.-Führung, sowie dem Offizierkorps. Ein Dank gilt auch Hauptmann Theo Ullenboom und seinen Vogelschutzfreunden.

1984 König Willi setzte sich ein Naturdenkmal

Mit seinem Thron pflanzte König Willi Lörx auf dem Gelände am Schützenhaus einen Baum und setzte sich damit ein Denkmal zur Erinnerung an seine Regentschaft. Dieses Beispiel dürfte Schule machen. Damit wurde gleichzeitig der Grundstock für die künftige Neugestaltung des Schützenhausgeländes gelegt.

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König Willi und seine Königin Magdalene bei der Baumaktion.

1985 Neuer Vogelschießstand

Eine neue Schießlaube wurde vom Hausarchitekten Michael Ackermann entworfen. Der Bau wurde durch unseren Hptm. Josef Hülsen übernommen und bestens ausgeführt.

1986 Lampenstiftung durch König Klaus und Königin Christa

Unsere Parkterrassentreppe wurde durch Straßenlaternen ausgeleuchtet. Die Lampenstiftung erfolgte durch König Klaus Jacobs und Königin Christa Weihofen. Hierzu musste ein Kabelschacht durch das RWE gebaut werden. Kosten für unsere Gesellschaft gleich Null.

1986 Pächterwechsel

Reinhold und Maria Holtappels übernehmen als Pächter vom scheidenden Pächter Richard van den Berg die Leitung des Schützenhauses. Kathi van den Berg war kurz zuvor verstorben. Kathi und Richard von den Berg hatten das Schützenhaus von 1961 - 1986 geführt und zur vollen Blüte ausgebaut. Unter neuer Leitung des Ehepaares Holtappels wurden noch im gleichen Jahr ein neues Kühlhaus und die Behindertentoilette errichtet. Im gleichen Jahr erhielten wir nochmals eine ABM-Maßnahme für 3 Mitarbeiter durch den Kreistag genehmigt. Die Verträge wurden für ein Jahr abgeschlossen. Die Abrechnungen von Berufsgenossenschaft, Lohnsteuer, Krankenkasse und Rentenversicherung wurden, wie bei der Maßnahme von 1984, durch unseren Steuerberater Dr. Helmut Kempkes abgewickelt. Unsere Auslagen für die vorgenannten Zahlungen und unsere Lohnzahlungen wurden zu 100 % vom Kreissozialamt erstattet. Mit Hilfe dieser Mitarbeiter konnten die Außenwände des Schützenhaus-Saales komplett bearbeitet und gestrichen werden. Die Kosten der Materialien und Überwachung der Arbeiten übernahmen Pächter Reinhold Holtappels und Präsident Adrian Thyssen.

1987 Besondere Renovierungsmaßnahmen

Unsere Pächterwohnung wurde komplett renoviert. Neue Elektroanlage/Leitungen und ein modernes Bad wurden erforderlich. Das Geländer der hinter dem Saal befindlichen Terrasse wurde durch Josef Hülsen erneuert. Unter Vermittlung der Schützenbruderschaft St. Victor wurde durch eine Spende der Sparkasse Moers eine neue Lautsprecheranlage eingebaut. Einzige Auflage; die Anlage soll allen Xantener Vereinen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

1987/1988 Ausbau Toilettenanlage

Im Winter 1987/1988 musste die gesamte Toilettenanlage erneuert werden. Außerdem erfolgte die innere Verschalung und Isolierung der Saaldecke, sowie Renovierung der oberen Saalfenster.

1988 Denkmalschutz für Schützenhaussaal

Im März 1988 wurde der Schützenhaussaal als historisch wertvoller Saal unter Denkmalschutz gestellt.

1988 Prioritätenliste für die Außenanlagen des Schützenhauses

1. Säuberung der Anlagen vor dem Schützenhaus, inkl. Parkbuchten.
2. Pflege der Parkanlage hinter dem Schützenhaus.
3. Pflege der Bepflanzung seitlich des Schützenhauses.
4. Anstrich des Geländers der Terrasse hinter dem Schützenhaussaal mit Xyla-Dekor,
(Material von Hopmann/ Rechnung Schützengesellschaft). Bitte vor dem Anstrich den Terrassenboden mit Zeitung oder Pappe abdecken.
5. Vogelstandgerüst entrosten, vorbehandeln und anschl. mit dunkelgrüner Farbe bis zum 1. Quergestänge von unten streichen.
6. Wege im Park hinter dem Schützenhaus mit neuem Dolomitsand bestreuen.
7. Auffahrt zur Garage mit Dolomitsand einglätten.
8. Treppenaufgang vor dem Vorderhaus einreißen.
9.
Isolierung der Außenwand an den Toiletten.
10. Den lockeren Putz an der hinteren Terrasse abklopfen.

1989 Bleiverglasung der Hinterfront des Schützenhaussaales

Neue Fenster nach alter Vorlage. Schöner geworden ist das unter Denkmalschutz stehende Xantener Schützenhaus auf dem Fürstenberg. Hier wurde die rückwärtige Fensterfront mit finanzieller Unterstützung des Landes umgestaltet und damit wieder in die ursprüngliche Form von 1904 zurückversetzt. Statt der einfachen Fenster wurden Holzverbundfenster eingesetzt, die zur Innenseite hin durchgehende Scheiben und nach außen hin Bleiverglasungen haben, die die Firma Ziegler fertigte. Vom Ergebnis war auch das Rheinische Amt für Denkmalpflege begeistert.

1990 Der kleine Saal (Speiseraum) wurde mit Parkett ausgestattet.

1993/94 Saalfußboden In den ruhigeren Wintermonaten wurde der Fußboden des Schützenhaussaales komplett erneuert. Aus Umweltschutzgründen fanden nur heimische Hölzer Verwendung.

1994 Restaurierung des Tell-Bildes

1994 beantragte Josef Hartel im Auftrage der St. Victor-Bruderschaft, aus den Mitteln des Kulturfonds der Sparkasse Moers, die Restaurierung unseres Tell-Bildes im Schützenhaus vorzunehmen. Der Antrag wurde genehmigt und das 60 qm große Bild von der Fa. Ziegler in Zusammenarbeit mit dem Restaurator Maes aus Kleve ausgeführt. Die gesamten Restaurierungskosten beliefen sich auf DM 25.000.--. Im Schützensaal hatte der Kirchenmaler Otto Bötcher 1926 an die Innenseite der Saal-Giebelwand die Apfelschussszene aus Wilhelm Tell gemalt. Nach 1945 war das Bild, das großen Anklang bei den Saalbesuchern fand, stark beschädigt. In dankenswerter Weise machte sich der damals bereits 70-jährige Otto Bötcher - 1951 - nochmals daran, die Schäden auszubessern. Interessant war die Feststellung, dass Otto B. die beiden Präsidenten der Schützengesellschaft (van Erkelenz bei der Entstehung und Hermann van Bebber bei der Renovierung des Bildes) unter die Zuschauer gestellt hatte. Im Jahre 1975 wurde dieses Bild nochmals von unserem Mitglied Willi Ziegler renoviert.

1999 Schießstand

Nach Errichtung der zentralen Schießsportanlage direkt neben dem Schützenhaus wurde unser bisheriger Schießstand stillgelegt. Unsere Schießsportanlage entsprach nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen. Im Jahr 2000 pachtete der Bundesspielmannszug St. Victor unsere mehr als renovierungsbedürftige Anlage für 1,-- DM. In Eigenleistung, dennoch mit großem finanziellem Aufwand, gestaltete der Bundesspielmannszug einen wunderschönen Übungsraum, dazu Toiletten und Erfrischungsraum mit Theke.

2000 Pächterwechsel

Die Eheleute Maria und Reinhold Holtappels übergaben die Leitung des Schützenhauses an Michael Neumaier. Die Pächter Holtappels hatten innerhalb von 14 Jahren durch gezielte Investitionen und ihren unermüdlichen Einsatz das Schützenhaus über die Grenzen hinweg bekannt gemacht.

2003 Dachrenovierung/Sanierung

Im Winter 2003/2004 wurden das Dach des Schützenhauses und die Sanierung der Oberlichtfenster in Angriff genommen. Als das Dach durch die Fa. Möllemann abgedeckt wurde, konnte man die enormen Schäden, auch in der Dachstuhlkonstruktion erkennen. Die Sanierung von Dach und Oberlichtfenstern wurde dringend erforderlich.

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Obenstehendes Foto lässt die enormen Schäden erkennen.

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Dachdecker Th. Möllemann voll im Einsatz. Direktor Dr. Eugen Ackermann und Hausarchitekt Wilhelm Weihofen waren fast jeden Tag auf der Baustelle. Die Fa. Olfen war für den Einbau der Oberlichtfenster zuständig.

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Hausarchitekt Wilhelm Weihofen und Schreinermeister Hermann Olfen auf dem Dach des Schützenhauses November 2003 Die Gesamtinvestition belief sich auf € 125.000,--. Da der Denkmalschutz leere Kassen aufwies, konnte nur ein Zuschuss von € 10.000,--- eingeplant werden. So musste die Baumaßnahme nahezu komplett mit eigenen Mitteln durchgezogen werden. In strahlender Laune konnten Vorstand und Hausarchitekt Weihofen das fertige Bauwerk begießen. Das prächtige historische Schützenhaus zeigt sich nun zum 175. Jubiläum wieder in vollem Glanz und vollständig durchsaniert. Die gute Stube Xantens und der Stolz aller Schützen.

2006: Neugestaltung der Thekenanlage im Festsaal (Foto siehe oben)

2007: Terrassenneugestaltung (Foto siehe oben)

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