1. Kompanie 2017

 

I. Kompanie 2016

I. Kompanie 2005

 

Ein Bericht der 1. Kompanie zum Jubiläumsjahr (von Heinz Roters, Hauptmann der 1. Kompanie)

"Freunde, heut' ist Stimmung wie noch nie
in der stolzen 1. Kompanie,
hebt die Gläser, trinkt den goldenen Wein
und singt und lacht und lasst die Herzen
froh und glücklich sein.
Und singt und lacht und lasst die Herzen
froh und glücklich sein.
"

(Lied der I. Kompanie)

 

Mit diesem Lied auf den Lippen wurden viele fröhliche Stunden und besondere Erfolge in der 1. Kompanie gefeiert. Getextet hat dieses Lied zu einer bekannten Melodie unser ehemaliger Kompaniechef und Major Theo Ullenboom. Er und seine Mitstreiter K. Bernd Mosters und Karl Willi Weber (Charly) haben unsere Kompanie geprägt, wie kaum ein anderes Team. Sie hatten ein Gespür für das, was das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt einer Kompanie ausmacht. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Familien, die aktiv in das Kompanieleben einbezogen waren. Sie verstanden es, viele Schützen mit dem Leitgedanken der Gesellschaft "Ordnung, Eintracht, Frohsinn" anzustecken.

Man sieht förmlich den Glanz in den Augen, wenn von früheren Schützenfesten und besonders auch von Kompaniefesten die Rede ist. Mit großem Aufwand wurden diese Feste inszeniert. Man verwandelte Autohalle oder Schützenhaussaal in einen bayrischen Biergarten oder eine Tenne, in einen Märchenwald oder Zirkus, in eine Weinlaube oder Hafenbar. Dort traf man sich mit großer Beteiligung zu geselligen Stunden. Launige Reden, unterhaltende Spiele und Tanzeinlagen waren Höhepunkte dieser stimmungsvollen Zusammenkünfte.

Das Team um den Exhauptmann Ralf Oppelt mit Rainer Theunissen und Rüdiger Ullenboom blieb auf dieser erfolgreichen Spur. Eine verschworene Gemeinschaft entstand, von deren Keimzelle wir heute noch profitieren.
Doch es war nicht nur das Feiern von Festen, was unsere 1. Kompanie auszeichnete und ihr ein Profil gab. Viele kulturelle Veranstaltungen wie Domturmbesteigung, Besuch auswärtiger Karnevalsveranstaltungen in Köln und Wanderungen durch unsere Stadt und Umgebung etc. bereicherten und bereichern unser Kompanieleben. Außerdem traf und trifft man sich immer wieder zu Kaffee und Kuchen und zu typisch niederrheinischen Mahlzeiten.

Das absolute Großereignis ist und bleibt das Feiern des Schützenfestes selbst, indem Wochen vorher nicht nur die Pferde der Bataillonsführung mit den "Hufen scharren", sondern viele Schützen ihren Anzug mit den wertvollen Verdienstorden zurechtlegen und ungeduldig aber in froher Erwartung mit dem besagten "Kribbeln im Bauch" den Terminen des Hochfestes entgegenfiebern.
Fester Bestandteil in der Vorbereitungsphase ist der Aufbau der intelligent konstruierten Zeltplanenlaube in Rekordzeit, was wir Josef Theunissen und seinem Team (Heinz J. Veltjens, Eberhard Thielmann, Theo Meier) zu verdanken haben.
Hinzu kommen das Schmücken der Laube mit frisch geschnittenen grünen Zweigen am Morgen vor dem Königsschießen bei Wind und Regen oder auch bei Sonne durch Ralf Oppelt und das traditionelle Dekorieren der Tische im Gefechtsstand durch einige Frauen der 1. Kompanie, damit die Männer in einer Wohlfühlatmosphäre um Preise kämpfen und den Königsvogel erobern.

In feurigen Reden konnten die Hauptleute der 1. Kompanie am Biwakabend unzählige Male den Gewinn des Mannschaftspokals vermelden, stürmisch bejubeln und feiern lassen. Als besonders verlässliche und vielfach beteiligte Schützen mit guten Schießergebnissen zum Erringen des Pokals seien an dieser Stelle neben vielen anderen treuen Schützen Christian de Fries, Helmut Sommer, Berd Fischer, Dieter Boldt, Walter Mertzen und Dr. Klaus Floss erwähnt.
Schon oft musste ein neuer Pokal gestiftet werden, weil den hervorragenden Schützen der 1. Kompanie der "Hattrick" gelang.
Unzählige Male war es auch eine Dame der 1. Kompanie, die zur Schützenkönigin erwählt wurde. Gleichzeitig mit anderen Paaren - auch kompanieüberschreitend - bildete man den stolzen Königsthron, das so genannte "hochherrschaftliche Haus". Dankbar blicken wir auf alle einsatzfreudigen Schützen der 1. Kompanie, die durch ihre aktive Teilnahme, das Übernehmen bestimmter Aufgabenfelder oder auch durch Spenden zum Gelingen aller Veranstaltungen beigetragen haben und immer wieder beitragen.

Doch nicht nur das Feiern von Festen, die Erfolge bei den Schießleistungen und das Führen der Kompaniekasse mit Überschuss sind ein Markenzeichen der 1. Kompanie. Diese Kompanie übernimmt auch Verantwortung zum Wohl aller Schützen in unserer Schützengesellschaft, ob in der Vorstandsarbeit mit Heinz Veltjens als langjährigem Geschäftsführer oder Rüdiger Ullenboom als neu gewähltem Präsidenten, oder beim Stellen der Schießmeister mit H. Dieter Barenhorst, Dirk Goertzen, Theo Verhuven und der Fahnenoffiziere mit Michael Janßen, Reinhold Schulte, Friedhelm Janßen. Immer sind Schützen bereit, sich für das Bataillon einzusetzen.

So ist es auch das Anliegen der neuen Kompanieführung mit Michael Duscha, Rainer Theunissen und mir die erfolgreiche Arbeit im Sinne der Vorgänger und Vorbilder fortzusetzen.

Vom "Frühlingsfest" bis zur Nachtwächterführung, vom Bogen- bis zum Pistolenschießen, vom Quiz "Wer wird Millionär?" bis zur Kinderbetreuung beim Königsschießen werden Treffen organisiert, die die Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl fördern und stärken.

Wer das Leben feiert, leistet einen wesentlichen Beitrag für die soziale Gemeinschaft und zur Zukunftsgestaltung. Festliche Gelegenheiten erweitern den Horizont und die Intensität der menschlichen Beziehung zur Vergangenheit. Sie sind keine Ablenkung vom realen Leben sondern Kraftquelle zur Lebensbewältigung.

So wünsche ich eine Festlichkeit, die uns beschwingt und beflügelt, um in Verbundenheit mit der Tradition aufzubrechen in eine Zukunft, in der unser Schützenfest unverzichtbarer Bestandteil im Leben unserer geliebten Heimatstadt Xanten bleibt.

Dabei hat unsere 1. Kompanie den Mut und die Phantasie nicht nur auf Bewährtes zurückzuschauen, sondern sich auch für Neuerungen einzusetzen, damit sowohl die stolze 1. Kompanie als auch das gesamte Bataillon attraktiv bleiben und somit viele junge Menschen den Weg in unsere Schützengesellschaft finden.

 

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