Pokalsieger 2017

Preisschütze 2017

2. Kompanie 2016


 

Ententrockenlegung in der Laube der II. Kompanie 2006 (Klaus-Julius de Fries berichtet)

Es ging hoch her und die Stimmung erreichte den Siedepunkt, da hatten Hauptmann Michael und seine Führungsmannschaft einen grandiosen Einfall. Die neuen Väter der Kompanie sollten ihre Fähigkeiten im Windelwechseln unter Beweis stellen. Übungsobjekte waren zwei kalte Enten, nur diesmal solche, welche den Namen tatsächlich verdienten. Man hatte sie erst geköpft, ihrer Füße und ihres Federkleides beraubt und dann gefroren.

Da lagen sie nun nackt vor uns und hatten nur unter großer Phantasieleistung Ähnlichkeiten mit einem Kleinkind. Erster Prüfling war Schütze Frank Kallenberg. Ihm wurde eine trocken zu legende Ente auf den Wickeltisch gelegt. Zuvor jedoch war sie mit Wasser gefüllt worden, um einem gefüllten Kleinkind nahe zu kommen. Frank legte seine selbstgedrehte Java Feinschnitt zur Seite, maskierte sich und schritt zur Tat. Man sah und staunte, in Windeseile war der Fall erledigt und dicht war sie auch. Übung war unverkennbar, da er schon an einem Kind proben konnte und für seine Frau stets griffbereit war, um ihr in diesem Punkt zur Seite zu stehen. Ein Arbeitsplatz außer Haus ist manchmal hilfreich, man lernt sonst zu viel.
Zweiter Prüfling war unser Bürgermeister Christian Strunk. Wieder wurde die Ente mit Wasser gefüllt, jedoch hier platzte Hauptmann Michael der Kragen und er rief dem Prüfling zu “Nimm lieber kalte Ente, dat Wasser is hier so teuer.” Auch hier wurde die Aufgabe mit Bravour erledigt, man stellte auch hier gewisse Übung fest. Für die Ente war die Prüfung jedoch noch nicht erledigt. Nachdem die Kommission das Ergebnis geprüft und abgenommen hatte, musste sie noch ein Stück zum Wickeltisch fliegen und dass ohne Federn und Füße. Christian fing sie jedoch leicht und legte sie für den nächsten Prüfling bereit.
Unser dritter Prüfling war Peter Werle. Dieser, obwohl Vater des ersten Kindes, lehnte jeden Umgang mit der Moderne ab, schmiss die Papierwindel aus der Laube und verlangte ein Handtuch. Gekonnt formte er ein Dreieckstuch und legte die Ente, nennen wir sie Paulina, trocken. Zwischenzeitlich wurde eine Getränkeente aufgelassen und Hans de Fries verlangte ein Hoch im Kanon und das von der II. Kompanie. Kurzum der Begriff Kanon muss neu definiert werden, so schrecklich war der Gesang. Andere Kompanien schickten sofort Abordnungen, welche sich nach unser Wohlbefinden erkundigen sollten. Hier wäre vielleicht der Ansatz zu suchen, welcher Anlass war zur Gründung der Liedertafel Orphea.

Ein Schütze hatte, ob dieser ganzen Geselligkeitshöhepunkte dazugelernt. Er war fähig beim Denken nicht nur seine Stirn in Falten zu legen, sondern auch seinen Hinterkopf an der Faltenbildung zu beteiligen. Man konnte also mit Fug und Recht behaupten er sei ein Ganzkopfdenker. Die II. Kompanie holt eben das letzte aus ihren Mitgliedern heraus und legt Talente frei. Doch nun zu unserem letzten Prüfling Dr. Gisbert Seegers. Dieser hatte dem Fass die Krone aufgesetzt als Vater von Zwillingen. Er rief auch sofort einem Besucher aus der III. Kompanie zu, welcher eine Garage bei ihm gemietet hat, er müsse die Miete sofort erhöhen. Eine kalte Getränkeente wäre aber auch nett. Die Prüfung verlief auch hier ohne Fehl und Tadel und alle Väter lösten ihre bestandene Prüfung mit einer kalten Ente ein.

Nun kam der Vorstand zu Besuch und man konnte sehen, wozu Wickeltische gut sind , denn der Präsident und seine Vorstandskollegen nahmen an diesem Platz, die Übungsenten vor sich. Die III. Kompanie hatte inzwischen einen Grill besorgt und die Übungsenten gegen entsprechende flüssige Enten übernommen.
Kurzum der Schütze Dr. Eckholt tat den Königsschuss und siehe da, neben einer Königin und vielen Thronpaaren fand auch unsere Übungsente den Weg an den Throntisch, wenn auch gebraten. Es wurde ein herrlicher Tanzabend für das Bataillon, den König mit Gefolge und natürlich für unsere Enten, welche, Augenzeugen zufolge, noch fliegen musste.

 


 

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